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Bergdorf Lerbach im Harz 51° 45' 15'' nB 010° 17' 42'' öL 300 - 400m üNN
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Heinrich Pröhle und die Entstehung des Namens Lerbach

Christoph Ferdinand Heinrich Pröhle, geb. am 4. Juni 1822 in Satuelle bei Haldensleben, sammelte in der Mitte des 19. Jahrunderts die Sagen der Harzer Bevölkerung. Um 1851 sammelte er auch in Lerbach, bevor er 1854 nach Wernigerode zog, von wo aus er bis zu seinem Wegzug 1857 weitersammelte.

Pröhle veröffentlichte 2 Bänder seine Harzsagen, der erste erschien 1854 und enthielt auch seine Lerbacher Sagen. 1856 veröffentlichte er den 2. Band mit den Sagen, die er von Wernigerode aus sammelte. 1886 erschienen die Harzsagen dann in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage in einem Band.

Pröhle veröffentlichte ab 1850 weitere Sagenbände aus dem Harz und anderen Gegenden. Ab 1858 arbeitete Pröhle als Lehrer zunächst in Mühlheim an der Ruhr und später in Berlin, wo er am 28. Mai 1895 starb.

Die Harzsagen in der 1886 erschienenen Fassung stehen in der eBook-Bibliothek kostenlos zum Download zur Verfügung:

http://www.ebook-bibliothek.org/?page=art&artid=126

In den Harzsagen gibt Pröhle auch eine Erklärung, wie der Ortsname Lerbach entstanden ist:

Wie das Lerbach noch nicht gewesen ist, da ist einmal ein sehr reicher
Ritter durch das herrliche Lerbacher Tal geritten, der hat
nach Klausthal reiten gewollt (damals hat die Straße nach Klausthal
über die rote Soole geführet). Dieser Reiter ist aber sehr weit hergekommen
und sein Pferd hat vor Durst nicht mehr von der Stelle
gekonnt. Da band er sein Pferd auf die Wiese dicht über dem Hause,
worinnen um 1850 der Vorsteher Bode wohnete, damals hat aber da
ein osteröder Rinderstall gestanden. Der Reiter ging, nachdem er sein
Pferd angebunden hatte, zum Berge herunter und wollte für sein Pferd
unten Wasser suchen. Wie er nun herunter kam, war wegen der langen
Hitze kein Fingerhut voll Wasser in dem Bache, er ging ganz hinauf
im Bache bis dahin, wo jetzt Hasens Krug stehet. Wie er nun bis dahin
gegangen war und noch kein Wasser gefunden hatte, da lief er wieder
den Berg hinan und sprach die Worte aus: »Ei du verdammter leerer
Bach!« Unter der Zeit aber hatte die Rinderhirtin sein ohnmächtiges
Pferd in den Rinderstall gezogen und es da getränket. Als nun der
Reiter da sein Pferd wieder froh wiehern hörete, ging er hin, holete sein
Pferd wieder und beschenkte die Leute hierfür so reichlich, daß sie die
Rinder zu hüten nicht mehr nötig hatten.

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