Begräbniskasse Lerbach von 1785

Die Begräbniskasse von 1785 Lerbach/Oberharz ist die Vorläuferin der 1825 gegründeten, ältesten deutschen Genossenschaftsbank, der Privatsparkasse Lerbach. Sie wird bis heute als eingetragener kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit geführt und gewährt ihren Mitgliedern im Todesfall ein Sterbegeld.

Geschichte

In der Chronik von Pastor Heinrich August Vogt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg ist folgendes zu lesen:

Unter den Wohlfahrtseinrichtungen ist nach der Zeit der Gründung als erste die Lerbacher Begräbniskasse, im Volksmund gewöhnlich Sterbekasse, "Totenkasse" genannt, zu nennen. [...]

Der Gründer der Sterbekasse war der wackere Schuhmachermeister Andreas Heinrich BEERMANN, ein geborener Clausthaler. Dieser begann das erste Protokollbuch mit dem Wahlspruch

"Anfang, Mittel und Ende
Ach Herr zum Besten wende!"

Die Gründung geschah am 22. April 1783. Das erste Protokollbuch wurde am 4. April 1785 begonnen.

Die Begräbniskasse heute

Heute ist die Begräbniskasse ein Verein, dessen Beitrag sich nach dem Eintrittsalter staffelt:

bis zum vollendeten 18. Lebensjahr   jährlich 3,00 €
bis zum vollendeten 40. Lebensjahr       jährlich 6,50 €
bis zum vollendeten 50. Lebensjahr   jährlich 9,50 €
bis zum vollendeten 55. Lebensjahr   jährlich 15,50 €

Bei Eintritt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, beträgt der Folgebeitrag ab dem
19. Lebensjahr 5,50 €.

Im Todesfalle wird ein Sterbegeld in Höhe von 300,00 € gezahlt.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender
Udo Raab
Friedrich-Ebert-Straße 139
37520 Osterode-Lerbach
Tel. (0 55 22) 7 22 75

2. Vorsitzender
Wieland Schmidt
Liethweg 7
37520 Osterode-Lerbach
Tel. (0 55 22) 7 23 51

Schriftführerin
Annegret Schmidt
Liethweg 7
37520 Osterode-Lerbach
Tel. (0 55 22) 7 23 51

Kassierer
Herbert Neitzel
Burgweg 9
37520 Osterode am Harz
Tel. (0 55 22) 7 32 68

Ein Aufnahmeantrag und die Satzung können als PDF-Datei heruntergeladen werden: