Von Jörg Hüddersen für Ortsrat Lerbach / Ortsbürgermeister.
NaturErlebnisPark und Abriss des Alten Schützenhauses als zentrale Tagesordnungspunkte der Ortsratssitzung LerbachZu Beginn der Versammlung gab Stadtamtmann Dirk Schlegel Mitteilungen bekannt und lieferte Eckdaten zur Anhörung des Haushaltes für 2012. So erörterte er die Gewinn- und Verlustdaten im Bezug auf den Ergebnishaushalt sowie auf den Finanzhaushalt. Durch die weiterhin „prekäre Haushaltslage“ sei man „zum Sparen gezwungen“, betonte Schlegel. Weiter erwähnte Schlegel, dass Frank Keller als kommissarischer Leiter für die Grundschule Am Schwarzenberg bestellt wurde.
Neue Baumaßnahmen für die Ortsdurchfahrt
Positiv hob Stadtbauamtsleiter Thomas Christiansen die Planung einer Verbesserung der Ortsdurchfahrt in Lerbach für 2014 hervor. Mit Hilfe von Landesmitteln soll diese Maßnahme vom Landkreis und der Stadt vollzogen werden. Dem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Der stellv. Bürgermeister Jörg Hüddersen erinnerte einmal mehr an den DSL-Ausbau im Oberdorf. So sei bereits im Jahr 2009 diesbezüglich ein Beschluss gefasst worden.
Für die Verwendung von Ortsratsmitteln stünden für 2012 insgesamt 3400 Euro zur Verfügung. 1200 Euro für den Zaun am Sportplatz zum Schutz gegen die Verwüstung der Wildschweine seien dabei schon für das Haushaltsjahr mit einbezogen wurden, sagte Ortsbürgermeister Frank Koch. Für die weiteren Verwendungen seien eine neue Webcam an der Grundschule sowie die Aufstellung von ein oder zwei Bänken am Hüttenteich geplant. Koch gliederte die weiteren Verwendungen anschließend auf, diese wurden einstimmig vom Ortsrat bestätigt.
Entwicklung NaturErlebnisPark – „Verzögerungen durch Land und nicht durch Stadt“
Thomas Christiansen führte aus, dass der Antrag zur Maßnahme NaturErlebnisPark des ehemaligen Waldschwimmbades seit November dem LGLN vorliege. „Es gibt dort wenig Änderungen und alles wird seinen Gang gehen. Die Unterlagen für die Ausschreibungen werden weiter bearbeitet und es gab absolut keine negativen Äußerungen, dass die vorgesehene Maßnahme im Frühjahr nicht beginnen sollen“, gab sich Christiansen zuversichtlich. Ortsratsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins NaturErlebnisPark, Heinz Gärtner, bestätigte den Stadtbauamtsleiter insofern als er betonte, dass „die Stadt keine Schuld“ treffe und die Verzögerungen durch vor allem durch Personalabzug- und mangel verursacht würde.
Sorgenkind Altes Schützenhaus
Der 2. Vorsitzende der Schützengesellschaft Lerbach, Marco Gömann, gab dem Ortsrat und den Zuhörern anschließend einen Sachstandsbericht über die Lage des Abrisses des Alten Schützenhauses. Gömann ging dabei auf die gemeinsamen Grundstücksgrenzen mit der Schützenstube, auf die Mitgliederbefragung zur Zukunftsfähigkeit des Vereins wenn ein Abriss vollzogen werden sollte sowie über die finanziellen Notwendigkeiten ein. Gömann weiter: „Auch wir müssen dem demographischen Wandel Rechnung tragen. Der Verein alleine kann die notwendigen Kosten demnach nicht stemmen“. Die Kosten seien aber nicht vorauszusehen und nur abzuschätzen, ergänzte Gömann. Es werde daher daraus hinauslaufen, dass man sich nach der JHV der Schützen im März mit dem Ortsrat über mögliche Veränderungen und etwaige gemeinsame Ausrichtungen zur Erhaltung des Vereins zusammensetzten werde, schlug Gömann vor.
Christiansen sprach sich für eine vernünftige Abrissplanung aus. Dort eine Verkehrsfläche herzustellen sei förderfähig. Koch betonte anschließend: „Im Zuge der Dorferneuerung müssen wir dort am Ball bleiben, man sieht ja wie teilweise mit Mitteln umgegangen wird“. Ortsratsmitglied Eckhard Schmidt wies noch einmal entschieden auf die Verkehrssicherheitsproblematik von möglicherweise herabstürzenden Dachziegeln hin, die die Schulkinder auf ihrem Weg zur Grundschule Am Schwarzenberg gefährden könnten (siehe Foto). Jedoch sei das Alte Schützenhaus im PRivatbesitz und die Gefährdung liege demzufolge beim Eigentümer, erklärte Rainer Kutscher. Die Bauaufsichtsbehörde sei der Landkreis, der gefordert werden müsse tätig zu werden und Hebel in Gänge zu setzen. Stadtbaurat Christiansen fuhr fort, dass man den Druck so hoch wie möglich setzen müsse, um den Kaufpreis für die Liegenschaft so tief wie möglich zu senken.
Ortsratsmitglied Fritz Sauerbrey sprach sich für eine „Entschärfung“ der Straße am Schwarzenberg aus, die man schräg aufführen könnte, um den Platz trotzdem zu nutzen und ihn zugleich sicherer zu nutzen. Jörg Hüddersen beanstandete erneut die Instandsetzung und Erledigung des Sockelfensters an der Friedhofskapelle. Einer Frage eines Gerüchts zur bevorstehenden Schließung des Lerbacher Friedhofes konnte mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden.
Text & Foto: Sebastian Kutscher
11:00 Uhr, Dorfplatz beim Hotel Sauerbrey
Frühschoppen der CDU Lerbach i
Ortsratsitzung i
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18:00 Uhr, Schützenstube Lerbach
7. Übungsabend Kleinkaliber i
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